Arbeiter und Schichtleiter in der Mälzerei

In unseren Mälzereien, die an 365 Tagen pro Jahr rund um die Uhr betrieben werden, wirkt der Produktionsarbeiter an der automatisierten Entleerung von Tanks und am automatischen Weitertransport des Produktes mit. Er arbeitet oft parallel mit dem Schichtleiter, der für die Durchführung und die Überwachung der einzelnen Umwandlungsvorgänge der Gerste in Malz verantwortlich ist: das Einweichen des Korns, das Einfüllen in den Keim- und Darreanlagen. Der Schichtleiter sorgt auch für den hygienischen Zustand der Anlagen.

Je nach „Rezept“, d.h. je nach gewünschter Malzqualität überwacht der Schichtleiter die Entwicklung des Korns und seine Berieselung. Er regelt die Temperatur der Warmluft, die das Korn trocknet und dörrt. Er stellt die Zeitdauer der unterschiedlichen Vorgänge während des gesamten Prozesses ein.

Entsprechend der unterschiedlichen Faktoren Gerstensorten, geographische Herkunft des Korns, klimatische Bedingungen des Erntejahres, Bedingungen und Dauer der Lagerung, vergewissern sich der Arbeiter und der Schichtleiter bei jedem Prozessabschnitt über die optimale Entwicklung des Produktes und überwachen dessen Qualität. Der manchmal auch als „Keimer“ bezeichnete Schichtleiter verfolgt die Entwicklung der Umwandlung des Getreides in Malz und ist dabei ganz nahe am Produkt: er beobachtet es, prüft seinen Geruch, berührt es, probiert es…“er selbst ist wie Malz“.