Lokale Entwicklung

Malteurop: Globale Strategie, lokales Engagement

Als international agierende Unternehmensgruppe -mit 24 Produktionsstandorten in 13 Ländern auf 4 Kontinenten – verknüpft Malteurop nachhaltige Entwicklung eng mit der Entwicklung der lokalen Wirtschaftsstrukturen. Systematisch setzt das Unternehmen auf lokale Ressourcen der Anbaugebiete, wo die verschiedenen Tochtergesellschaften angesiedelt sind, ganz gleich ob es sich um Gerstenlieferanten aus der Landwirtschaft, um die Anwerbung von Humanressourcen oder um Zulieferungen und um Industrieanlagen handelt.

Enge Zusammenarbeit mit den Landwirten

Malteurop bevorzugt den kürzest möglichen Versorgungskreislauf und kauft den größten Teil seiner Braugerste direkt bei den Landwirten ein, wobei das Unternehmen vorrangig langfristige Geschäftsbeziehungen über mehrere Jahre eingeht. Beide Seiten sind nämlich stark an langfristigen Bindungen interessiert und sie teilen eine gemeinsame Vision und gehen langfristige Verpflichtungen ein: Einerseits möchte Malteurop seine Rohstoffversorgung sowohl quantitativ als auch qualitativ sicherstellen, andererseits möchten die Landwirte ihre Absatzmärkte und ihr Einkommen sichern; und dies angesichts hoher Belastungen auf dem Wirtschafts- und Agrarsektor.

Die Zahl der Gerstenanbauflächen ist rückläufig, Braugerste konkurriert mit anderen Produkten, vor allem Mais und Soja und die Absatzmärkte für Tiernahrung oder Biotreibstoff wachsen ständig. Malteurop setzt sich für die Beibehaltung der wirtschaftlichen Bedeutung dieser Kultur für die Landwirte ein und vor allem für ihre Rentabilität und die dadurch entstehenden Einkommen.  

Braugerste ist eine Kultur, die eine hervorragende Arbeitstechnik der Landwirte erfordert; der gleiche Boden kann tatsächlich erhebliche Ertragsschwankungen je nach Fachkenntnis bei der Bodenbewirtschaftung aufweisen. Malteurop arbeitet langfristig mit den Landwirten zusammen und bietet ihnen fortlaufende Betreuung und Unterstützung, insbesondere auf dem Gebiet der Anbautechniken.

Am intensivsten zeigt sich dieser Austausch dadurch, dass Malteurop Tests an Braugerstensorten auf Versuchsfeldern  in zahlreichen Ländern organisiert und die Ergebnisse allen Akteuren der Produktkette, Landwirten und Kunden mitteilt. Der Austausch von Fachwissen und die Verbreitung der richtigen Techniken sind Bestandteil eines  echten Bemühens um nachhaltige Entwicklung.

Lokale Rohstoffbeschaffung

Die Versorgung der Mälzereien der Unternehmensgruppe mit Braugerste wird zu 80% durch Landwirte sichergestellt, die in der Nähe der Fabriken angesiedelt sind, damit wird die vor Ort erzeugte Braugerste direkt wertschöpfend verarbeitet.

Die Unternehmensgruppe baute und modernisierte Mälzereien in bestimmten Ländern, wo die Malznachfrage vom  Wachstum des Biermarktes getragen wird.  Beispielsweise in der Ukraine oder in den Vereinigten Staaten, wo Malteurop parallel zur Ansiedlung von Industriestandorten neue Anbaugebiete erschloss.  Malteurop engagiert sich daher für die langfristige Entwicklung dieser landwirtschaftlichen Gebiete, trägt zur Ausbildung und Beratung bei und erhöht durch langfristige Einkommenssicherung die Anzahl der Landwirte, die im Gerstenanbau tätig sind.

Eingliederung in die lokale Wirtschafts- und Industriestruktur

Bei Zulieferungen und Industrieanlagen verkürzt der Einsatz lokaler Ressourcen Transportwege und Lieferzeiten, senkt Kosten und begünstigt gleichzeitig die Entwicklung der lokalen Wirtschaft.

Die Mitarbeiter der Tochtergesellschaften werden am lokalen Arbeitsmarkt angeworben und vor Ort ausgebildet;  innerhalb der Unternehmensgruppe werden Erfahrungen und Kompetenzen systematisch ausgetauscht; unternehmensübergreifende Unterstützung sowohl in industrieller als auch in technischer Hinsicht ist Teil der Malteurop Unternehmenskultur. Dies wiederum führt zu einer eigenständigen und kontrollierten Entwicklung der Tochtergesellschaften.