Energie

Zur Begrenzung des Verbrauchs an Ressourcen strebt Malteurop nach maximaler Energieeffizienz. Zum einen durch die Verwendung des Energiemix, der so gut wie möglich der Verfügbarkeit lokaler Energiereserven und den Energiekosten des Marktes entspricht. Zum anderen, durch Optimierung des Energieverbrauchs und der Energierückgewinnung beim Prozess.

In strategischer Hinsicht verfolgt Malteurop zwei Ziele und verfolgt eine ehrgeizige Vision: Technische und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energien und auf lange Sicht energetische Autonomie.

Die Suche nach den geeignetsten Energiequellen

Zur Deckung seines Jahresbedarfs von derzeit 1265 GWh setzt Malteurop mehrere Energiequellen ein. Gasheizkessel, Elektroheizkessel oder Biomasse: Die Entscheidung wird für jeden Standort entsprechend der örtlichen Bedingungen getroffen.

Wärmepumpen

Malteurop ist Vorreiter beim Einsatz von Wärmepumpen in der Malzindustrie (seit 1984 in der Mälzerei von Vitry). Mit Hilfe von Strom erzeugt die Wärmepumpe Wärmeenergie und erreicht dabei einen hohen energetischen Wirkungsgrad. Malteurop setzt Wärmepumpen in Mälzereien ein, die in Ländern angesiedelt sind, wo der relative Wert der Antriebsenergie preisgünstiger ist. So wurden beispielsweise in den französischen Mälzereien Vitry und Pringy vor kurzem bestehende Wärmepumpen durch Modelle der neuen Generation ersetzt.

Kogenerations-Kraftwerke mit Gas

Mit Hilfe von Gas oder Biomasse erzeugt das Kogenerations-Kraftwerk gleichzeitig Wärmeenergie und Elektrizität. Die Wärmeenergie wird für die Wassererhitzung, vor allem während des Darrprozesses verwendet. Mehrere Mälzereien der Malteurop Gruppe sind mit Kogenerations-Kraftwerken ausgerüstet, die mit Gas oder Biomasse betrieben werden (in Frankreich, in Spanien…).

Zur Steuerung der Kombination dieser vielfältigen und variierbaren Energiequellen entwickelte Malteurop gemeinsam mit seinem Partnerunternehmen Dalkia ein neues intelligentes EDV-gestütztes Steuerungssystem für den Energieverbrauch. In Vitry entwickelt

Erneuerbare Energie: Malteurop geht zur Kogeneration mit Biomasse über

Die Malteurop Projekte im Zusammenhang mit Kogenerations-Kraftwerken mit Biomasse-Heizungen sind der konkrete Beleg für das Engagement des Unternehmens bei der Entwicklung erneuerbarer Energien.

Das Prinzip beruht auf der Erzeugung von Dampf durch die Verbrennung von Holz und Getreideabfällen in einem Heizkessel. Dieser Dampf wird zum einen für die Darre der Mälzerei verwendet und zum anderen an einen Stromgenerator weitergeleitet.

Am Standort Vitry baut man derzeit gemeinsam mit Dalkia, dem europäischen Marktführer auf diesem Gebiet, ein Pilotprojekt zur Kogeneration mit Biomasse. Ab Jahresbeginn 2013 dienen erneuerbare Ressourcen wie beispielsweise Unterholz aus den Wäldern der Ardennen, Recyclingholz und Pflanzenabfälle der Brauereigerste als Rohstoffe für die Verwertung in diesem Biomasse-Kraftwerk.
Das Biomasse-Kraftwerk deckt den Bedarf der Mälzerei und verkauft zugleich Strom an den nationalen Stromanbieter.

Den Energieverbrauch während der Vermälzung verbessern

Bei der Umwandlung von Gerste in Malz ist der Energieverbrauch während des Darrprozesses besonders hoch. Die Entwicklung von Wärmeverbrauchsmodellen ermöglicht die Optimierung der während des Darrprozesses verbrauchten Energiemenge. Technische Parameter, optimale Durchsatzleistungen und Ausbeute der Lüftungsgruppen, Blas- und Wiederverwertungstemperaturen für die Abluft aus der Darre werden analysiert und in Echtzeit bestmöglich auf die Anforderungen abgestimmt.

Die schrittweise Einführung von Systemen zur Verfolgung der energetischen Leistungsfähigkeit jedes Standortes, die Normierung des Bezugssystems innerhalb der Gruppe und die technologische Entwicklung von Instrumenten zur Prozesssteuerung, die insbesondere die Verluste durch aerodynamische Belastungen reduzieren, die Verbrauchsspitzen und die Nichteinhaltung der Regeln der Thermodynamik ermöglichten eine nachhaltige Senkung des Energieverbrauchs pro hergestellter Tonne Malz.

… und Energierückgewinnung aus dem Prozess

Malteurop investiert in den Einbau von Anlagen zur Energierückgewinnung in seine Mälzereien. Die Aufgabe besteht in der Rückgewinnung von zwei Energiearten: Prozessenergie und Aufbereitungsenergie.

Wiedergewinnung von Prozessenergie

Diese indirekten Heizanlagen dienen der Wiedergewinnung von Energie aus der Darre durch statischen Austausch in mehreren Tausend Glasrohren. In den Mälzereien von Malteurop, die diese Technik erstmals verwendeten, ist sie nunmehr bereits Standard. Diese Anlagen zur Energierückgewinnung werden derzeit modernisiert und ermöglichen eine höhere Ausbeute bei der Energierückgewinnung dank eines höheren Wärmeaustauschkoeffizienten.

Energiegewinnung aus der Aufbereitung von Luft und Wasser

Malteurop organisiert die Rückgewinnung von Kondensationsenergie aus Kühlflüssigkeiten für die Erzeugung der für die Prozessphasen erforderlichen Kälte – Weiche, Keimung, Darre. Diese Energien werden für den Energiebedarf an Luft für den Darrprozess nutzbar gemacht.