Ursprünge und Entstehung
Im Jahr 1960 beschließt die Genossenschaft „La Providence Agricole“, ein historisches Organ von Champagne Céréales, in die Weiterverarbeitung von Gerste zu investieren, um eine höhere Wertschöpfung aus den Ernten ihrer Mitglieder bei den Mälzern zu erzielen. In Reims errichtet man im Hafen von Colbert eine Mälzerei, die 1961 eingeweiht wird.
Zahlreiche Genossenschaften aus dem Nordosten Frankreichs schließen sich der Malzsektion der Providence Agricole an und die Mälzerei wird schrittweise vergrößert. Im Jahr 1975 wird in Pringy, in der Nähe von Vitry-le-François, eine zweite Fabrik errichtet, wodurch sich die jährliche Gesamtproduktionskapazität auf 93 000 Tonnen erhöht.
Im Jahr 1977 wird die „Union Providence Malt“, ein Zusammenschluss von fünfzehn Genossenschaften, gegründet. Anfang der Achtziger Jahre werden die privaten Mälzereien von den Genossenschaftsverbänden übernommen: Beispielsweise die Übernahme der Mälzerei S.A. Moselle in Metz und die Übernahme der S.A. Vandecastelle in Aire sur la Lys. Nach Gründung der Wirtschaftlichen Interessengemeinschaft Malteurop im Jahr 1982 schließen sich die beiden Regionalverbände Union Providence Malt und Union Champagne Malt 1984 zusammen und gründen die gemeinnützige landwirtschaftliche Aktiengesellschaft (SICA) Malteurop.
Wachstum und internationale Ausrichtung
Mit der ersten Investition außerhalb Frankreichs stellt das Jahr 1991 eine bedeutende Etappe in der Entwicklung von Malteurop dar: es handelt sich um die Beteiligung an Intermalta(in San Adrian, Spanien).
Im folgenden Jahrzehnt setzt sich diese Entwicklung durch den Bau von zwei Mälzereien in Deutschland, in Rostock und Langerringen 1993 rasch weiter fort, im Jahr 1995 pachtet Malteurop vorübergehend eine Mälzerei in Argentinien und lässt sich schließlich im Jahr 1996 fest in China nieder.
Zu Beginn des Jahres 2000 setzt sich das Wachstum im Ausland in Spanien fort, als Intermalta die Fabrik von Albacete erwirbt und in der Ukraine die zwei Fabriken Chernigov und Karkov baut.
Gleichzeitig setzt Malteurop die Konsolidierung seiner industriellen Produktionsanlagen fort und erweitert die Fabriken in San Adrian, Spanien, und Vitry-le-François, Frankreich, deren jährliche Produktionskapazität auf 225.000 Tonnen erhöht wird.
Ende 2006 übernahm Malteurop zwei Fabriken der deutschen Unternehmensgruppe Weissheimer, eine davon befindet sich in Gdanksk in Polen und die zweite in Heidenau, Deutschland.
Mit der Übernahme von ADM Malting, dem Marktführer auf dem nordamerikanischen Malzmarkt (Produktionskapazität 742 000 Tonnen) und Industriestandorten in 4 Ländern (USA, Kanada, Australien, Neuseeland) wird Malteurop im Jahr 2008 größter Mälzer weltweit.
Das kontinuierliche Wachstum des Unternehmens setzt sich mit dem Bau einer neuen Fabrik in Sevilla / Spanien im Jahr 2008 fort.
Als Weltmarktführer der Malzindustrie und bedeutendster Lieferant der Bierindustrie ist Malteurop derzeit in 12 Ländern mit 23 Fabriken vertreten und verfügt über eine Produktionskapazität von 2 200 000 Tonnen.
